Der diesjährige Vereinsflug des Vereins Maria Bernarda führte am Samstag, 28. September, zu den Franziskaner Missionsschwestern von Maria Hilf im vorarlbergischen Gaissau. Das Angebot fiel auf sehr grosses Interesse und der Ausflug durfte denn auch mit rund 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer stattfinden.
In Gaissau errichtete 1904 die Kongregation, welche 1888 von der Heiligen Maria Bernarda in Ecuador gegründet wurde, mit dem St. Josefshaus eine erste Niederlassung in Europa. Dies war eine Folge des Umstandes, dass das Stammkloster in Altstätten keine Postulantinnen mehr aufnehmen konnte. Das St. Josefshaus diente vor allem als Ausbildungsstätte von jungen Schwestern für die Mission in Südamerika. Zuerst wurde ein Kindergarten, später ein Entbindungsheim und dann auch ein Altersheim geführt. Nach dem die Leitung schon vor vielen Jahren der christlich-orientierten Liebenau-Stiftung übergeben wurde, veräusserten sie vor zwei Jahren auch den Besitz, so dass die betagten Bernarda-Schwestern nun nach dem Umbau auf einer separaten Etage im Heim eingemietet sind.
Der Verein wurde im Gaissau von den Schwestern herzlich empfangen. Den Schwestern bereitete das grosse Interesse aus Auw sehr Freude. Einige wirkten auch im Altersheim Auw. Sr. Erna berichtete von der schwierigen Gründung und der Entwicklung des St. Josefsheims und Sr. Christiane vom Leben der Schwestern in Gaissau. Sie hatten viel Erstaunliches und kleine Anekdoten zu erzählen. Zum Beispiel war es erstaunlich zu erfahren, dass die Schwestern auch einen kleinen Landwirtschaftsbetrieb führten und beim Ausbau des Heimes kräftig mitarbeiteten. So legten sie Armierungseisen und mauerten sogar selber.
Nach dem Mittagessen und einem gemütlichen Beisammensein mit den Schwestern im Restaurant des Altersheims wurde die Rückreise angetreten. Den Vereinsmitgliedern war die Freude über den Ausflug ins Gesicht geschrieben sie nahmen viele Eindrücke und Gedanken mit nach Hause. Weitere Informationen zum Verein und Leben der Heiligen Maria Bernarda finden Sie auf «www.maria-bernarda.ch». Der Verein freut sich auch immer wieder auf Neueintritte.