Im 10. Jubiläumsjahr der Heiligen Maria Bernarda Bütler wurde die bisherige Bernardakommission in einen Verein überführt, um dem Leben und Wirken von Maria Bernarda mehr Nachdruck zu verleihen.
Der Verein bezweckt ausschliesslich gemeinnützige und kulturelle Ziele:
- die Förderung der Pilgerstätten in Auw
- die Bekanntmachung des Lebens und des Wirkens von Maria Bernarda Bütler
- die Pflege des Austausches mit kirchlichen, touristischen und weiteren Organisationen
Der Verein ist vom Kanton Aargau als gemeinnützig anerkannt. Spenden an den Verein sind im Kanton Aargau steuerlich abzufähig.
Beweggründe
Die überraschende erste Schweizer Heilige
Als vor 10 Jahren die Nachricht durch die Schweizer Presse ging, dass am 12. Oktober 2008 eine Frau namens Maria Bernarda Bütler als erste Schweizer Heilige in Rom ernannt werden sollte, kam bei vielen Schweizerinnen und Schweizer grosses Staunen auf. In Auw selber weniger, denn seit der Seligsprechung war sie in Auw besser bekannt. Ganz anders in Cartagena in Kolumbien. In dieser Metropole am karibischen Meer kennt Madre Bernarda fast jedes Kind. Im fernen fremden Land hat die Freiämter Ordensfrau wahrlich Grossartiges geleistet. Dort sind auch die Wallfahrtsstätten und die meisten durch sie gegründeten Werke für alle Gesellschaftsschichten in Seelsorge, Kranken- und Behindertenpflege, Schule, Erwachsenenbildung sowie im Spitalbau.
Auw ihr Geburtsort
Dass Auw kein veritabler Wallfahrtsort wie Flühli-Ranft werden könnte, war man sich in Auw von Anfang an bewusst, denn Auw ist und bleibt „nur“ ihr Geburtsort, wo sie am 28. Mai 1848 als Verena eingetragen wurde. Maria Bernarda hat aber auch den Menschen hier in der Schweiz viel zu sagen und zu bieten. Auw sollte dabei als Ort ihrer Jugend und mit dem eigens eingerichteten Besinnungsweg und dem Geburtshaus eine bewusstere Rolle einnehmen.
Basisarbeit durch die Bernardakommission
Vor vier Jahren nahm die Bernardakommission ihre Arbeit auf freiwilliger Basis auf. Neben vielen kleineren Aktivitäten wurde als erste grössere Arbeit die Homepage „Maria-Bernarda.ch“ neu geregelt. Weiter sollten die Pilger der Heiligsprechungsfeier in Rom wieder zusammengeführt werden. Der traditionelle Gedenkgottesdienst im Mai wurde über Auw hinaus bekannt gemacht und im Patoralraum klar verankert. 2016 fand ein Erinnerungstreffen der ehemaligen Pilgerinnen und Pilger statt, dieser wurde für alle ein geselliger Anlass. Im April letzten Jahres stand eine Pilgerreise nach Frastanz und dem Kloster Maria Hilf in Altstätten auf dem Programm. In Frastanz steht das Provinzialhaus und in Altstätten trat Verena Bütler als junge Frau ins Kloster ein. Im Herbst wurde mit einem lehrreichen Vortrag aus erster Hand eine Brücke zu Kolumbien geschlagen. Weitere Aktivitäten für die Freunde der Heiligen Maria Bernarda sind geplant, aber dafür braucht es einen festeren Rahmen.
Verein Maria Bernarda als Gefäss für alle Freunde und Interessierten
Maria Bernarda wusste, dass es für eine erfolgreiche Mission unerlässlich ist, auf eine gute Basis zählen zu können. Ein Verein schafft für unsere Zwecke die ideale Basis für eine gute und regelmässige Kommunikation mit den Freunden der Heiligen und allen Interessierten. Darauf aufbauend können wir so auf ihre Bedürfnisse besser eingehen und weitere Menschen für die Lehren und Ratschläge von Maria Bernarda gewinnen. Gerade die Wirkung des Besinnungsweges wird oft unterschätzt und es lohnt sich diesen zu fördern. Das franziskanische Leben und Wirken von Maria Bernarda bietet viele Facetten, gerade für uns moderne Menschen, ob religiös oder kirchenfremd. Da Pilgerstätten immer schon vom Austausch mit Touristik und Kultur profitierten, bietet ein Verein eine klare Struktur und ist Ansprechpartner für alle Interessierten.
Mit einer Mitgliedschaft unterstützen Sie uns in diesem Zweck und werden zudem laufend über alle Aktivitäten und Anlässe informiert. Wir laden Sie herzlich dazu ein.
Nächste Anlässe:
- 23. Oktober 2026
- 19:00
Das Leben mit anderen Augen sehen
In diesem Jahr dürfen wir uns auf inspirierende Worte von Frau Edith Sidler-Betschart freuen!
Edith Sidler‑Betschart wird aus ihrem Leben und ihren Erfahrungen im Umgang mit dem Blindsein berichten.
Die 40-jährige Familienfrau, leidenschaftliche Podcasterin und engagierte Jodlerin ist in
zahlreichen Vereinen aktiv, spielt Schwyzerörgeli und macht viel Sensibilisierungsarbeit. Besonders bemerkenswert: Als blinde Frau teilt sie mit uns ihre eigene Perspektive auf das Leben, den Glauben und den Mut, den es immer wieder braucht! Lassen Sie sich von ihrer lebensfrohen Sichtweise mitreissen.
Der Verein Maria Bernarda freut sich auf Edit Sidler-Betschart und lädt alle Interessierten zu diesem spannenden und anregenden Abend ein. Der Anlass findet in der Cafeteria des Maria Bernarda Heims in Auw um 19 Uhr statt und ist gratis.
- Maria Bernarda-Heim
- 5. November 2026
- 9:00
Gedenkgottesdienst
anschliessend Bernarda-Café
- Pfarrkirche
- 3. Dezember 2026
- 9:00
Gedenkgottesdienst
anschliessend Bernarda-Café
- Pfarrkirche
- 6. Dezember 2026
- 13:30
Karitativer Kuchenverkauf anl. des Weihnachtsbaumverkaufs beim Forsthaus
Der Erlös aus dem Kuchenverkauf geht an ein Hilfsprojekt für Kinder in besonders schwierigen Lebenssituationen der Franziskaner Missionsschwestern.
Die Schwestern schreiben zum Projekt: Wir möchten Kinder aus einkommensschwachen Familien unterstützen, die manchmal eine notwendige medizinische Behandlung brauchen und denen es gleichzeitig an einer ausreichenden Ernährung fehlt.
Mit unserer Hilfe möchten wir ihnen eine tägliche Mahlzeit ermöglichen, damit sie genügend Kraft haben, sich in der Schule besser zu konzentrieren und ihre Aufgaben und ihren Unterricht mit mehr Freude und Aufmerksamkeit zu bewältigen.
Viele dieser Kinder sind Kinder von Familien, die aufgrund der schwierigen Situation an der Grenze zwischen Venezuela und Kolumbien ihre Heimat verlassen mussten und heute unter sehr schwierigen Bedingungen leben.
Wir hoffen, mit dieser kleinen Initiative einen konkreten Beitrag leisten und den Kindern ein Zeichen von Hoffnung und Solidarität schenken zu können.
- Forsthaus