Zeit in Altstätten

Altstätten: Ansicht von Stadt und Kloster. Kloster unten rechts.
Ansicht von Stadt und Kloster. Kloster unten rechts.

„Der liebe Gott hat mich von zartester Kindheit an mit vielen Gnaden an sich gezogen“

Pater Beda zu Verena

Das Kloster Maria Hilf in Altstätten war ein armes Kloster, was für Maria Bernarda, die sich stark vom Armutsideal angezogen fühlte, gerade richtig war.

Die Ursprünge gehen auf eine Beginengemeinschaft zurück, welche 1518 an den heutigen Standort kam und wenige Jahre danach in ein franziskanisches Kloster umgewandelt wurde.

Der Einmarsch der Franzosen 1798 zwang die Nonnen zur kurzzeitigen Flucht und das Verbot, Novizinnen aufzunehmen, liess die Schwesterzahl auf acht absinken. Das Kloster erlebte in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts grosse wirtschaftliche Not, da die Versorgungsbasis mangelhaft war.

Ab 1848 widmeten sie sich der schulischen Erziehung von Mädchen.

Luftaufnahme von Altstätten aus dem Jahr 1956
Luftaufnahme von 1956

Maria Bernarda in Altstätten

1867 Eintritt am 12. November.
1871 Profess am 4. Oktober.
1874 Mit 25 Jahren bereits Kellermeisterin und Schaffnerin und war somit für die Versorgung des Klosters zuständig.
1879 Novizenmeisterin.
1880 Wahl zur Oberin und Reform der Klosterregeln. Wirtschaftliche Sanierung des Klosters, aber auch Durchsetzung des Armutideals
1879 Einführung des römischen Breviers. Stark mehrende Eintritte.
1886 Aktive Suche nach Filialkloster.
1887 Erfolglose Suche in den USA. Verhandlungen mit Bischof Schumacher von Portoviejo/Ecuador.
1888 Beschränkung auf 30 Schwestern.
Abreise nach Ecuador am 19. Juni.
Frühes Portrait von Maria Bernarda, in schwarz-weiss. Wahrscheinlich aus der Zeit in Altstätten.
Frühes Portrait. Wahrscheinlich aus der Zeit in Altstätten.

Zeitgenössische Beschreibung von Maria Bernarda

  • Schlicht
  • Mütterlich gütig
  • Auftreten würdevoll
  • Erscheinen ehrfurchtsvoll, aber auch unnahbar

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